Bevor die Folge nicht mehr aktuell ist, hier noch der verspätete Hinweis darauf, dass ich einmal mehr die Ehre hatte, in der Medien-KuH meinen Senf (oder meine Milch?) zu einem Kinofilm abzugeben. Ich spreche hier über den Film "Dreiviertelmond", den ich sehr nett finde und den ich durch Zufall vor drei Wochen in Hamburg gesehen habe.
Als ich diesen Eingangsbereich des Passagen-Kinos sah, musste ich sofort ein Ticket für den nächsten Film kaufen, um auch einen der Säle besichtigen zu können. Dieses Kino hat wirklich noch den Charme der (wahrscheinlich nie so da gewesenen) goldenen Kino-Ära, wo die Menschen (in meiner Vorstellung jedenfalls) noch in Abendgarderobe Filme ansahen und anschließend bei einem Glas Absinth darüber fachsimpelten.
Besonders beeindruckt haben mich allerdings die Plakate in den Schaukästen des Kinos. Früher gab es ja noch Plakatmaler, die individuell an jedes Kino eine großflächige und liebevoll gestaltete Werbung für die Filme malten. Heute werden Plakate angeliefert, die die Kinomitarbeiter einfach mit Stecknadeln festpinnen.
Im Passagen-Kino gibt man sich mehr Mühe. Dort werden die gelieferten Plakate als Bastel-Material genommen, mit dem sie die wunderschöne (wie damals in der Plakatmaler-Zeit) individuelle Werbung gestalten:
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Montag, 24. Oktober 2011
Donnerstag, 1. September 2011
Captain Äh... äh... äh... America!
Diese Poster von dem von mir sehr hoch geschätzten Olly Moss geben genau die Stimmung wieder, die ich mir vom aktuellen "Captain America"-Film gewünscht hätte.
Warum der Film diese Stimmung nicht hat, und warum er auch ansonsten nicht sehr gelungen ist, erfahrt ihr im 20-minütigen Streitgespräch zwischen Dominik Hammes und mir. Danke an Dominik, dass er mir so viel Server-Kapazität der von mir sehr hoch geschätzten Medien-KuH zur Verfügung gestellt hat, um viel Geschimpfe und einige "Ähs" ins Internet zu bringen.
KLICKEN SIE HIER, SOLDAT!
Samstag, 19. Februar 2011
Berlinale 2011 – Cineastisches Tagebuch in Text und Bild (Bonuscontent)
Seit drei Tagen bin ich zurück aus Berlin. Und während sich zur Zeit mindestens 300.000 Leute über die Berlinale drücken (so viele Tickets wurden jedenfalls verkauft), darf ich endlich wieder in der ruhigen Hobbithöhle (Deckname unserer schnuckligen Kölner Altbauwohnung, deren hohe Decken kaum zum Decknamen passen) sitzen und Geburtstagskuchenduft (nicht mein Geburtstag) in der Nase haben, während ich das hier schreibe.
Ein paar Nachträge zum anstrengenden aber kunterbunten Festival muss ich noch machen, denn eben wegen diversen anstrengenden oder kunterbunten Ereignissen bin ich in Berlin oft einfach nicht zum Bloggen bekommen.
Die meisten Dinge, die im Blog noch keinen Platz hatten, haben den in meinem Gastbeitrag für den exorbitanten Podcast "Medien-KuH" gefunden. Es sei dringend empfohlen, die komplette Folge 71 des Podcasts (und natürlich auch alle anderen Folgen) anzuhören. Hier gibt es die fünf Minuten von mir, die ich zwischen Tür und Angel und in 20 Anläufen in mein iPhone gesprochen habe:
Anonsten muss ich nochmal dringend auf die Brillen zurück kommen. Ich hatte ja bereits erwähnt, dass auf der Berlinale 3D-Filme eine wichtige Rolle spielen. Und schon öfters habe ich hier im Blog über die 3D-Technik gelästert.
Diesmal will ich das Gegenteil tun. Am Montag habe ich "Pina" gesehen, den Tanzfilm von Wim Wenders über die großartige Pina Bausch. Die Tänze darin sind atemberaubend. Ich bin nicht Pina-Kenner genug, um sie fachmännisch beurteilen zu können. Ich kann nur sagen, dass mich die Choreographien umgehauen haben. Und so habe ich überraschenderweise in diesem Jahr nach "Black Swan" bereits einen zweiten Lieblingsfilm, der mit Tanz zu tun hat.
Der 3D-Effekt in Pina ist absolut überzeugend. Alles sieht scharf aus – selbst beim Es-kommt-etwas-aus-der-Leinwand-Effekt. Offensichtlich hat sich Wim Wenders intensiver als jeder Regisseur vor ihm (außer vielleicht Jams Cameron) mit der Technik auseinandergesetzt. Im Interview sagt er:
Ich habe "Avatar" wiederholt angesehen und schnell gemerkt, dass die computeranimierten Avatare sich zwar wunderschön elegant bewegten – so wie ich wollte, dass sich unsere Tänzer bewegen sollten. Nur die echten Menschen, die in "Avatar" herumlaufen – denen kann man kaum zugucken. Bewegungen sind einfach nicht rund und flüssig.Genau die Dinge (außer der Kontrastverlust, der durch die Brille entsteht), die mich an 3D stören, hat Wenders in "Pina" versucht, in den Griff zu bekommen – und es weitgehend geschafft. Um die ruckligen Bewegungen, die bei 3D-Filmen entstehen, zu vermeiden, müssten 3D-Filme eigentlich mit 50 Bildern pro Sekunde abgespielt werden. Allerdings können in Kinos nur 24 Bilder pro Sekunde gezeigt werden. Weil jedes einzelne Bild deutlich schärfer ist als bei einem klassisch gedrehten Film, entsteht so das Ruckeln. Wenders blieb nichts anderes übrig, als mit Hilfe der Trickproduktionsfirma "Das Werk" alle Begweungsunschärfen kleinteilig digital wiederherzustellen.
Das Ergebnis sieht atemberaubend aus. Und ich kann jeden nur empfehlen, ab nächsten Donnerstag das größte und technisch beste 3D-Kino in der Nähe aufzusuchen, sich in der Mitte des Saals zu platzieren und geflasht zu werden.
Hach, allein die gestochen scharfen 3D-Wassertropfen, die von der Leinwand spritzen... 3D hat also doch etwas mehr Zukunft, als ich vor einer Weile noch dachte. Man muss sich beim Drehen nur Mühe geben.
Zum Schluss gibt es noch ein absurdes Foto von der letzten Berlinale-Party, auf der ich war, und auf der hippe Filmleute eine schummerige Schwulenbar zerrockten:
Ja, die Toiletten grenzen tatsächlich direkt an die Tanzfläche an. Da kann man es idealerweise laufen lassen, während man oben nachschüttet. Davon träumt man als Mann ja immer mal wieder heimlich. Doch es dann wirklich durchzuziehen, wenn man plötzlich die Möglichkeit dazu hat, ist eine ganz andere Sache.
Mittwoch, 4. August 2010
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Zum 50. ein Blogeintrag: Wer das Fernsehen liebt und hasst (also es interessant genug findet, um wissen zu wollen, was gerade darin gezeigt wird, aber es zu grausig findet, um wirklich reinzusehen), ist beim Podcast Medien-KuH gut aufgehoben. Einmal in der Woche fassen Dominik Hammes und Kevin Körber (und manchmal auch Stephanie Engels) alle wichtigen Medien-, Fernsehen- und Filminformationen mit Hilfe von sorgfältig angefertigten Stichwortzetteln zusammen. Dabei geben sie sich in letzter Zeit stark verschwitzt, immer mal wieder uninformiert, aber immer so professionell, dass sie sich gegenseitig siezen. Das hat dazu geführt, dass ihre Stimmen nach 50 Folgen kaum noch von denen professioneller Radiomoderatoren zu unterscheiden sind. Im Gegensatz zu Radiomoderatoren merken sie aber selbst, wenn sie einen schlechten Scherz gemacht haben.
Mich hat die KuH bisher vor allem auf den Strecken Köln-Bergheim, Bergheim-Köln, Köln-Horrem-Bergheim und Bergheim-Horrem-Köln großartig unterhalten, mir das Fernsehgucken abgenommen und mir sehr nette Facebook- und Twitter-Freundschaften mit Herrn Körber, Herrn Hammes und Frau Engels beschert! Und weil alle drei tolle Menschen sind, möchte ich hier für sie Werbung machen und befehle allen 0,2-Lesern, ab Folge 51 die KuH zu hören! (Das macht dann zwei Hörer mehr, wenn es hoch kommt.)
PS. (gibt es PS. überhaupt in Blogs?) Für die Idee, Audiokommentare zu bekannten Filmen zu sprechen, beneide ich sie. Falls die Idee nicht durch das HumschG geschützt ist, werde ich sie irgendwann klauen.
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