Freitag, 9. September 2011

Wenn der Affe noch mit einem Fahrrad geflogen wäre, dann...



Bei "Super 8" sind sich alle Kritiker einig: Der Film spielt auf das Frühwerk von Steven Spielberg an. Es wurde den Kritikern nicht gerade schwer gemacht, das festzustellen, denn Regisseur Abrams und Produzent Spielberg wiesen in jedem Interview zum Film darauf hin. (Und Spielberg hat sich wahrscheinlich gedacht: "Mit dem seelenlosen Scheiß, den ich in den letzten Jahren produziert habe, wollte ich das Bedürfnis in euch wecken, wieder einen anständigen Blockbuster wie aus den 80ern sehen zu wollen. Hier ist er. Und ich verdiene wieder Geld.") Wer weiß, wie viele Kritiker ohne die Hinweise der Filmemacher die Spielberg-Bezüge entdeckt hätten.

Beim aktuellen "Planet der Affen"-Film scheint sie niemand wahrzunehmen. Dabei ist der Film viel mehr ein Remake von "E.T." als von irgendeinem seiner Franchise-Vorgänger, angefangen beim Original mit Charlton Heston. Zum Beweis der Vergleich. Die Filmhandlung von "E.T." habe ich blau, die von "Planet der Affen" rot markiert.

(Für diejenigen, die eine Filmkritik wollen: "Planet der Affen" ist ein gelungener Film. Absurd ist nur, dass die menschlichen Figuren platter erzählt sind als die digitalen affenmenschlichen Figuren.)

Donnerstag, 1. September 2011

Captain Äh... äh... äh... America!


Diese Poster von dem von mir sehr hoch geschätzten Olly Moss geben genau die Stimmung wieder, die ich mir vom aktuellen "Captain America"-Film gewünscht hätte.

Warum der Film diese Stimmung nicht hat, und warum er auch ansonsten nicht sehr gelungen ist, erfahrt ihr im 20-minütigen Streitgespräch zwischen Dominik Hammes und mir. Danke an Dominik, dass er mir so viel Server-Kapazität der von mir sehr hoch geschätzten Medien-KuH zur Verfügung gestellt hat, um viel Geschimpfe und einige "Ähs" ins Internet zu bringen.

KLICKEN SIE HIER, SOLDAT!

Dienstag, 30. August 2011

Kölner Sommer übers Knie gebrochen

Das gute Wetter hat sich wohl endgültig aus Köln verabschiedet. Zum Glück habe ich rechtzeitig etwas davon eingefangen, in einen YouTube-Bilderrahmen gepackt und digital verkorkt.

Samstag, 20. August 2011

Ein Video bringt die Gamescom auf den Punkt oder Lange vs. kurze Beine



Sorry, ich musste das Video hochkant drehen, weil ich sonst nicht alles Wesentliche drauf bekommen hätte.

Dieses Schild hing am Donnerstag übrigens an der Schlange zu Präsentation von Diablo III:


Damit hat ein Absatz, den ich vor zwei Jahren in einem Text über die Gamescom geschrieben habe, heute immer noch 1:1 Gültigkeit:
Über zwei Stunden steht man etwa an, um eine Präsentation des Spiels Diablo III (ja, auch vor 2 Jahren hat es sich um Diablo III gehandelt!) anzusehen. Ähnlich lange wartet man bei Star Wars oder Halo 3. Gut, das sind die Hauptattraktionen des Gamer-Rummelplatzes, und im Phantasialand dauert es auch oft recht lange, bis man in der Achterbahn sitzt. Aber man sitzt nach dem Warten immerhin dann in einer Achterbahn! Auf der Gamescom gibt es nur etwa 15-minütige Werbe- und Making-Of-Videos zu den Spielen zu sehen. Und die werden wenige Tage später sowieso im Internet abrufbar sein.
Im Netz würde kein Computernutzer zwei Stunden vor dem PC ausharren und den Ladebalken anstarren, der im Schneckentempo breiter wird, während das Video runterlädt. Warum tut er es dann in der Realität?

Freitag, 12. August 2011

Es gibt keinen Zauber gegen Spießigkeit

Wir ließen uns in eine kunterbunte Zauberwelt mitnehmen, die zunächst wie Disneyland ohne Micky Maus wirkte.
Dort lernten wir ein Jahr später den computeranimierten Elf Dobby kennen, der ein guter Ersatz für die fehlende Micky Maus war und von allen Kindern gebliebt wurde.
Dann wurde es düster in dieser Zuckerwattenwelt, und Harry, Ron und Hermine durften endlich mal einigermaßen cool aussehen. Na gut, Ron musste eine halbe Vokuhila (eine Voku) tragen, aber Hermines Haare durften im Wind wehen, und Harry tauschte seinen spießigen Pulli gegen ein legères T-Shirt ein.
Es folgte ein Film, der inhaltlich eigentlich nichts zur Gesamthandlung beisteuern konnte, dafür aber ein megacooles Quidditch-Wembley-Stadion zeigte und es in Hogwarts endlich mal rocken ließ. Und Hermine und Ron waren eifersüchtig aufeinander. Das war süß!
Umso enttäuschter konnte man sein, dass der "Orden des Phönix" weder eine interessante Handlung noch cooles Zauberer-Zeug zu bieten hatte. Und die Love-Story zwischen Ron und Hermine erkaltete auch wieder recht schnell.
Dann wurde es so richtig stylish in der Zauberwelt, und das Leben in Hogwarts begann wieder Spaß zu machen – für den Zuschauer mehr als für die Figuren im Film. Denn spätestens ab Film 6 war es nur noch düster (aber von der Bildgestaltung her sehr chic) in Harry Potters Leben. Wer die Romane nicht gelesen hatte, kapierte ab hier nix mehr.
Die Sache mit der Düsternis ging soweit, dass im 7. Film (glücklicherweise) nichts mehr übrig war vom zuckersüßen Disneyland-Hogwarts. Selbst die digitalte Micky Maus musste sterben. Die Kids, die damals Dobby in Herz geschlossen hatten, waren jetzt pubertierende Fast-Erwachsene, die verschämt ein Tränchen verdrückten, als ein Stück ihrer Kindheit kaltblütig ermordert wurde.
Und dann exploderite alles. Hogwarts wurde dem Erdboden gleichgemacht. Scheinbar völlig willkürlich wurden Nebenfiguren geopfert. Eh man sie betrauern konnte, starb bereits die nächste Nebenfigur. Zwischendurch küsste Ron Hermine und Harry die Schwester von Ron, die trotz roter Haare völlig unscheinbar und langweilig ist.
Ebenso plötzlich starb Voldemort, Harry klopfte sich den Hogwarts-Staub von seinen Schultern und dann...

Ja dann...